Default User

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Das Default User-Profil ist ein spezielles Profil in Windows, das als Vorlage für alle neuen Profile dient. Windows kann das Default User-Profil aus zwei verschiedenen Quellen beziehen:

Ort Bedeutung
C:\Dokumente und Einstellungen\Default User (bis Windows XP)
C:\Users\Default (ab Windows Vista)
Das Default User-Profil wird nur von dem Computer verwendet, auf dem es gespeichert ist[1].
\\iserv\netlogon\Default User Das Default User-Profil wird von allen Computern der Domäne verwendet. Lokale Default User-Profile werden ignoriert.

Den Default User anpassen

Siehe: Das Default User-Profil von Windows anpassen

Der Default User und servergespeicherte Profile

In einer Umgebung mit servergespeicherten Profilen ist der Default User nur bei der ersten Anmeldung eines Benutzers von Bedeutung. Windows erstellt ihm auf Basis des Default User-Profils ein eigenes Profil und speichert dies dann nach der Abmeldung auf dem Server unter /home/vorname.nachname/Windows. Benutzerprofile, die bereits erstellt sind, werden von Änderungen am Default User nicht beeinflusst.

Für neue Symbole im Desktop oder im Startmenü kann man stattdessen das All Users-Profil nutzen. Die neuen Symbole werden einfach nach C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Desktop bzw. C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Startmenü kopiert.

Für erweiterte Änderungen kommt das All Users-Profil allerdings nicht infrage, da es keine Einstellungen oder die Registry verändern/vorgeben kann. Hier bieten sich dann folgende Möglichkeiten:

Gruppenrichtlinien

Für Anpassung von allen Einstellungen, die in der Registrierung der Benutzer (ntuser.dat) gespeichert sind, wären eigentlich Gruppenrichtlinien nötig. Gruppenrichtlinien werden jedoch nicht in dem NT-Modus, in dem Samba bei IServ läuft, unterstützt.

Registry-Patches

Die manuelle Variante von Gruppenrichtlinien sind Registry-Patches, die per Local.bat bei jeder Benutzeranmeldung werden. Auch Scripts, die Registry-Werte dynamisch ändern und nicht einfach überbügeln, sind möglich.

Der Default User ohne servergespeicherte Profile

In einer Umgebung hingegen, wo servergespeicherte Profile von vornherein abgeschaltet sind, können die Default User-Profile der Workstations dementsprechend wesentlich mächtigere Werkzeuge darstellen. Wenn Windows die Profile nicht dauerhaft auf dem Server speichern kann und auch nicht dauerhaft auf dem Client, dann bekommt der Benutzer bei jeder Anmeldung ein neues Profil, das auf Basis des lokalen Default User-Profils erstellt wird. Dadurch kann man als Systemadministrator auch nachträglich noch benutzerseitige Einstellungen korrigieren, oder z. B. auch in verschiedenen PC-Räumen verschiedene Benutzeroberflächen bereitstellen.

Um dies zu realisieren, muss man diese beiden Anleitungen umsetzen:

Siehe auch



  1. Bei dieser Methode kann jeder Computer ein eigenes, angepasstes Default User-Profil erhalten. Das macht natürlich nur in Umgebungen ohne servergespeicherte Profile Sinn.