Neue Samba-Freigaben erstellen

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Neue Samba-Freigaben erstellen

Neue Freigaben können erstellt werden, indem man die Datei /etc/samba/smb.conf.local bearbeitet:

root
mcedit /etc/samba/smb.conf.local

Beispielsweise wird folgender Block einfügt:

datei
[public]
  comment = Laufwerk für öffentliche Daten
  path = /srv/shares/public
  guest ok = yes
  writeable = yes
  create mask = 0666
  directory mask = 2777
  map hidden = yes
  map system = yes
  map archive = yes

Zur Erklärung:

  • Die erste Zeile bestimmt den Namen der Freigabe, hier public. Die Freigabe ist dann unter \\iserv\public im lokalen Netz erreichbar.
  • writeable steuert die Beschreibbarkeit der Freigabe, falls hier no eingetragen ist, ist die Freigabe generell nur lesbar.
  • guest ok bestimmt, ob unangemeldete Benutzer auf die Freigabe zugreifen dürfen.
  • path gibt den Pfad auf dem Server an, auf den die Freigabe zeigt.
  • create mask und directory mask geben die Rechte in Oktalnotation an, mit denen neue Dateien bzw. Ordner erstellt werden. Im Beispiel wird hier festgelegt, dass neue Dateien und Ordner für alle Benutzer les- und schreibbar sein sollen, außerdem, dass immer die Gruppe die den übergeordneten Ordner besitzt, auch als Besitzer für neu angelegte Unterordner angelegt wird.
  • Mit den map-Flags kann die Umsetzung der MSDOS-Attribute „Versteckt“, „Archiv“ und „System“ auf die Unix-Dateirechte gesteuert werden.

Nachdem die Datei gespeichert wurde, muss Samba neu gestartet werden:

root
/etc/init.d/samba restart

Die neue Freigabe ist dann nutzbar.

Freigabe beim Windows-Start automatisch als Laufwerk einbinden

Um die neu erstelle Freigabe beim Windows-Start automatisch als Laufwerk einzubinden, wird die Datei /etc/samba/netlogon/local.bat bearbeitet:

root
mcedit /etc/samba/netlogon/local.bat

und beispielsweise folgende Zeilen eingefügt:

datei
net use q: /delete /yes
net use q: \\iserv\public /yes

Im oben angegeben Beispiel wird so die Freigabe \\iserv\public auf den Laufwerksbuchstaben Q: gemappt. Die davor stehende Zeile stellt sicher, dass Q: nicht schon durch eine andere Freigabe belegt ist. Falls allerdings der gewählte Laufwerksbuchstabe durch ein physisches Laufwerk belegt ist, muss entweder ein anderer Laufwerksbuchstabe gewählt werden, oder dem entsprechenden physischen Laufwerk wird mit Hilfe der Windows-Datenträgerverwaltung in der Systemsteuerung oder des USB Drive Letter Managers ein anderer Buchstabe zugewiesen.

Siehe auch

  • man smb.conf für weitere Informationen über mögliche Optionen in smb.conf.local